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Praxistag „Mentalisierungsfördernde Elterntherapie“

 

 

 

Die Arbeit mit Eltern, sei es begleitend zu Einzeltherapien mit Kindern und Jugendlichen oder als eigenständiges Therapieangebot, gilt als schwierig und wird in der Theorie und Praxis eher stiefmütterlich behandelt. Eltern gelten oft als fixiert und unkorrigierbar in einer verzerrten Wahrnehmung ihres Kindes und in ihren erzieherischen Haltungen.

Andererseits gibt es in der Literatur viele Hinweise und Belege für die Wirksamkeit von Elternarbeit. Z.B. berichten Novick und Novick in ihrem Buch zur Elternarbeit, dass sie vor Beginn einer Einzeltherapie in der Regel eine Sequenz Elternarbeit durchführen. Dabei seien oft Verbesserungen der kindlichen Symptomatik und Entwicklung erreicht worden, dass die geplante Einzeltherapie nicht mehr notwendig war.

Elterntherapie ist also zugleich eine sehr schwierige und oft frustrierende Therapieform, die aber auch ein sehr grosses Veränderungspotential besitzt.

Ein wichtiger Schlüssel für dieses Potential ist, die Eltern darin zu fördern, ihr Kind besser zu mentalisieren und eine offene und reflektierende elterliche Haltung ihm gegenüber einzunehmen. Ihre oft ausgeprägte Verstrickung in die Problematik des Kindes, aber auch der Kontext, der sie in Beratung bringt, hindern die Eltern aber oft daran, in eine mentalisierende Haltung zu kommen.

 

 

Ablauf des Praxistages

 

Der Praxistag beginnt am Morgen mit einem zweistündigen Theorieteil. Darin werden die wichtigsten Grundhaltungen und Techniken der mentalisierungsfördernden Elterntherapie aufgezeigt. Ausserdem widmen wir uns den wichtigsten Stolpersteinen und Hindernissen beim Aufbau eines Arbeitsbündnisses, in welchem gemeinsam über das Kind und seine Besonderheiten reflektiert werden kann.

Am Nachmittag können die TeilnehmerInnen aufgrund eigener Fälle Haltungen und Techniken im Rollenspiel üben, schwierige Situationen mit der Gruppe reflektieren und mögliche geeignete Interventionen ausprobieren.

 

 

Datum:  

Samstag, 4. November 2017, 10.00 – 17.00h (eine Stunde Mittagspause)
Ort:    

Psychiatrische Klinik Luzern (Weiterbildungssaal im Parterre, rechts vom Haupteingang)

Leitung: Dr.med. Christian Begemann und Dr.phil. Roland Müller
Kosten: CHF 280.00 bzw. CHF 250.00 (reduzierter Tarif für Mitglieder SPK und KJF-Absolventinnen)
Anmeldung: bis spätestens 20.10.2017 hier ...

Anzahl

TeilnehmerInnen:

minimal 12, maximal 20